Immer wieder Ärger mit dem Smartsurfer...
Die Werbung verspricht "günstiges Surfen" und "zertifizierte Tarifsicherheit".
Und dass mit Gebrauch des Smartsurfer "keinerlei Vertragsbindung" einhergehe. Doch die Realität sieht ganz anders aus.
Zehntausende Geschädigte haben zu spät bemerkt, dass Interneteinwahl mit dem Smartsurfer ein richtig teures Ärgernis werden kann. Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichte und Verbraucherzentralen ersticken seit Monaten in einer Flut von Anzeigen und Beschwerden.
Unlautere, weil unzutreffende Werbeversprechen von Web.de
Web.de als Betreiber des Smartsurfer weist Geschädigte mit dem Hinweis zurück, dass laut AGB keine Gewähr für die Richtigkeit von Tarifangaben übernommen wird.
Angesichts solcher AGB ist es jedoch unstatthaft, mit "Tarifsicherheit" und "immer mit dem günstigsten Anbieter zu surfen" zu werben.
Und was nutzt ein im Smartsurfer angezeigter günstiger Tarif, wenn dieser überhaupt nicht den Tatsachen entspricht?
Teure Folgekosten bereits nach einmaliger Einwahl
Wer z.B. über Smartsurfer an Callando Telecom GmbH oder ein anderes mit dieser Firma cooperierendes Unternehmen, z.B. Avanio geriet, zahlt fortan Monat für Monat 4,50 Euro + MwSt (insges. Euro 5,22). Egal, ob man sich dort nochmals einwählt oder nicht...
Viele Geschädigte bemerken die dubiosen Abbuchungen erst nach Wechsel auf eine DSL-Flatrate, weil Callando oder 01075 Telecom GmbH (mit Callando identisch) weiter abbucht, obwohl kein Smartsurfer mehr genutzt wird.
Erst auf Nachfrage ist dann zu erfahren, dass dies nicht (wie in der Rechnung angegeben) Entgelte für angefallene Interneteinwahlen, sondern für eine angeblich eingegangene "Clubmitgliedschaft" sind.
Staatsanwälte und Verbraucherzentralen sprechen von Betrug
und Web.de spielt das Unschuldslamm
Web.de wäscht die Hände in scheinheiliger Unschuld, obwohl dort bereits seit 2003 Unregelmäßigkeiten bestimmter schwarzer Schafe bekannt sind.
Als am Image seines Produkts "Smartsurfer" interessiertes Unternehmen darf von Web.de erwartet werden, sich von schwarzen Schafen zu trennen und Benutzer vor heimtückischen Kostenfallen zu schützen.
Leider hat Web.de stattdessen eine Anzahl seriös und centgenau abrechnender Anbieter entfernt, wärend dies auf Callando - bzw. die unter immer neuen Namen und Tarifbezeichnungen mit Callando liierten Anbieter - leider nicht zutrifft. Für eine Listung im Smartsurfer ist scheinbar weniger die Seriosität von Anbietern, als die Höhe der an Web.de gezahlten Provisionen entscheidend. Klar ist, dass nur die teuersten Anbieter auch die höchsten Provisionen zahlen können. Klar ist auch, dass weit überteuerte Tarife nur auf dem Wege der Täuschung an den Mann zu bringen sind.
Wer "smart" ist und wirklich Geld sparen möchte, vergisst den Smartsurfer und steigt baldmöglichst auf eine günstige DSL-Flatrate um.